Schulungen zum vorsorgenden Entscheiden

Auf Spendenbasis – Fortbildungsangebote
für ärztlich, pflegerisch und therapeutisch Versorgende in der Seniorenbegleitung und Palliativversorgung und Beratende (z.B. GVP-Berater*innen)

Die Referentin Frau Ulla Rose, Geschäftsführerin von Home Care Berlin e.V. und ausgebildete Beraterin für Gesundheitliche Versorgungsplanung hat mehr als 25 Jahre Erfahrung im Bereich der Beratung zu den vorsorgenden Entscheidungen.

Das vorsorgende Entscheiden, so wichtig und sinnvoll es ist, ist oft nicht so einfach.

Es gibt ein Recht auf die Erstellung von Vorsorgeverfügungen, aber keine Verpflichtung dazu. Die Bundesärztekammer und das Bundesministerium der Justiz raten dringend zur fachkundigen Beratung. Aber, auch ohne Beratung erstellte Vorsorgedokumente haben ihre Gültigkeit, sofern sich aus den Inhalten nicht ergibt, dass der Verfügende nicht wusste, was er da entscheidet.

Manchmal kommen diesbezüglich Zweifel auf, z. B. wenn unklar ist, ob die/der Verfügende zum Entscheidungszeitraum auch entscheidungsfähig war, wenn sich widersprechende Entscheidungen getroffen wurden oder Entscheidungen auf digital gefundenen Vorlagen ohne Beratung erfolgt sind.

Insbesondere in der Seniorenbegleitung und der Palliativversorgung spielen die vorsorgenden Entscheidungen eine wichtige Rolle. Auch wird oft die Frage nach einer Patientenverfügung oder einer Vorsorgevollmacht bei der Aufnahme in eine stationäre Einrichtung oder vor einem schwerwiegenden Eingriff gestellt.

Rechtssichere Verfügungen sind von Laien ohne Beratung nicht einfach auszufüllen. Deshalb werden bei Unsicherheiten häufig versorgende Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte angefragt. Die Praxis hat gezeigt, dass auch diese Berufsgruppen oft unsicher sind, wenn es um das richtige Kreuz an der richtigen Stelle geht.

Welche Anforderungen sind an rechtsverbindliche Vorsorgedokumente zu stellen? Was sind die üblichen Fallstricke und in welchen Fällen stellt sich die Frage nach Anwendbarkeit der getroffenen Entscheidungen? Sind die Dokumente mit den getroffenen Entscheidungen auch auffindbar? Sind sie vollständig oder fehlen Entscheidungen oder notwendige Dokumente zu wichtigen Aspekten im Leben?

In der Schulung „Zum vorsorgenden Entscheiden richtig beraten“ erfahren ärztliche, pflegerische, therapeutische Versorger*innen und Beratende, worauf bei der Erstellung und Nutzung von Vorsorgedokumenten zu achten ist.

In dem Workshop zum „Vorsorgeordner“ diskutieren ärztliche und ergänzende Versorger zu den für sie relevanten Informationen/ Dokumenten und den bisherigen Erfahrungen im Umgang mit vorsorgenden Entscheidungen.

Die nachfolgenden Bildungsmaßnahmen sind alle durch die Ärztekammer anerkannt und mit Fortbildungspunkten versehen.
Wir bitten ärztliche Teilnehmer*innen, uns ihre EFN mitzuteilen.
Die pflegerischen Teilnehmenden können diese Fortbildungen für die Anrechnung der durch den SAPV-Rahmenvertrag vorgeschriebenen 16 Stunden Fortbildung nutzen.

» Termine und Einwahl-Link zum Online-Workshop „Der Vorsorgeordner“

Download: Fortbildungsangebot „Der Vorsorgeordner“ 2026[PDF]